Identität sichtbar machen – im Gespräch mit Michael Frick über die Marke Anna Morphs


Michael Frick vom Studio Pona begleitet mich und Anna Morphs seit vielen Jahren als Partner im Bereich Marke und Kommunikation. Gemeinsam haben wir uns früh mit der Frage beschäftigt, was Anna Morphs im Kern ausmacht – mit unserer Haltung, unseren Werten und dem, was uns antreibt. Denn das, was wir in unserer Arbeit für unsere Kunden tun, wollten wir auch für uns selbst: eine klare Identität entwickeln und eine klare Haltung zeigen. Daraus ist eine Marke entstanden, die wir bis heute gemeinsam und konsequent weiterentwickeln – gestalterisch, inhaltlich und mit Blick darauf, wie sich Sichtbarkeit und Kommunikation verändern.








Identität sichtbar machen – im Gespräch mit Michael Frick über die Marke Anna Morphs

Michael Frick
Creative Director & Gründer von Studio Pona




»Am Ende ist entscheidend, welches Gefühl eine Marke bei Menschen hinterlässt.«

Michael, Du begleitest mich schon viele Jahre als Partner im Bereich der Markenentwicklung und Markengestaltung. Was war für dich damals der richtige Ausgangspunkt für die Entwicklung von Anna Morphs?

 
Michael Frick: Für mich beginnt Markenentwicklung nicht mit der Frage, wie etwas aussehen soll, sondern mit der Frage nach der eigenen Identität: Wer sind wir? Wofür stehen wir? Was unterscheidet uns?
 
Bei Anna Morphs war sehr früh spürbar, dass es um mehr geht als um klassische Innenarchitektur. Deine Sicht auf Räume, auf Menschen und Unternehmen war schon damals sehr eigenständig. Hinzu kam die Anamorphose als gestalterisches Prinzip, die nicht nur im Namen steckt, sondern viel mit Perspektive und Wahrnehmung zu tun hat.
 
Unsere Aufgabe bestand deshalb weniger darin, etwas Neues zu erfinden, sondern vielmehr darin, das Vorhandene herauszuarbeiten, zu schärfen und sichtbar zu machen – so, wie wir es auch bei unseren anderen Kunden und Partnern tun. Für mich entstehen auf diese Weise glaubwürdige Marken.
Identität sichtbar machen – im Gespräch mit Michael Frick über die Marke Anna Morphs

Silke Kahl, Innenarchtektin und Gründerin Anna Morphs

Das, was wir für unsere Kunden tun, wollten wir auch für uns selbst: uns intensiv damit auseinandersetzen, wer wir sind, wofür wir stehen und welche Haltung und Werte unsere Arbeit prägen. Warum ist diese Klarheit für eine Marke so wichtig?

 
Michael Frick: Weil sie Orientierung und Vertrauen schafft. Wenn eine Marke weiß, wofür sie steht, lassen sich daraus sehr viele Entscheidungen ableiten: Wie treten wir auf? Wie sprechen wir? Welche Themen sind für uns relevant? Welche Projekte passen zu uns? Und mindestens genauso wichtig: Was passt nicht zu uns?
 
Diese Klarheit wird aus meiner Sicht gerade noch wichtiger. Wir erleben momentan, wie einfach es durch KI wird, professionell wirkende Texte, Bilder und Gestaltung zu produzieren. Dadurch entsteht sehr viel Kommunikation, die formal gut gemacht ist, sich inhaltlich aber zunehmend ähnelt.
 
Eine eigene Haltung, eine klare Gestaltung und eine unverwechselbare Tonalität lassen sich dagegen nicht einfach erzeugen. Sie entstehen aus Erfahrung, Persönlichkeit und einer klaren Vorstellung davon, warum man etwas tut. Je größer die Menge an Kommunikation wird, desto wichtiger wird deshalb für mich eine erkennbare Identität.

»Eine starke Marke entsteht dort, wo Identität sichtbar und erlebbar wird.«

Der Startschuss war der gemeinsame Workshop in dem wir unseren Markenkern und unseren Golden Circle definiert haben. Wie wird aus solchen zunächst abstrakten Gedanken eine Marke, die Menschen tatsächlich wahrnehmen und verstehen können?

 
Michael Frick: Indem man diese Gedanken konsequent in die Praxis übersetzt. Ein Markenkern hat für mich nur dann einen Wert, wenn er im täglichen Auftritt eines Unternehmens tatsächlich spürbar wird. Bei Anna Morphs zieht sich der zentrale Gedanke durch viele Ebenen: durch die visuelle Gestaltung, die Sprache, die Fotografie, die Website, die Auswahl der Projekte und zunehmend auch durch die Themen, über die wir sprechen.
 
Dabei geht es nicht darum, immer dieselben Botschaften zu wiederholen. Entscheidend ist vielmehr, dass die einzelnen Berührungspunkte ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Wenn Menschen über unterschiedliche Wege mit Anna Morphs in Kontakt kommen und dabei immer wieder dieselbe Haltung wahrnehmen, formt sich in den Köpfen ein klares Bild. So wird aus einer strategischen Idee eine erlebbare Marke.

Daraus ist ein sehr klares Branddesign entstanden, das wir seitdem konsequent umsetzen. Was macht für dich gutes Branddesign aus – und welche Rolle spielt Konsequenz dabei?

Michael Frick: Gutes Branddesign übersetzt Identität in eine visuelle Sprache. Es sollte eigenständig und wiedererkennbar sein, aber gleichzeitig genügend Raum bieten, damit sich eine Marke über viele Jahre entwickeln kann.
 
Bei Anna Morphs haben wir uns bewusst für eine reduzierte Gestaltung entschieden: eine klare Typografie, klare Raster und eine visuelle Sprache, die sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern den Projekten, den Räumen und den Inhalten Raum gibt und sie trägt.
 
Entscheidend ist für mich die Konsequenz. Eine Marke entsteht nicht durch einen einzelnen starken Auftritt, sondern über viele Berührungspunkte und über einen langen Zeitraum. Wenn Typografie, Bildsprache, Sprache, Website, Präsentationen und Kommunikation selbstverständlich zusammenspielen, entsteht ein stimmiges Gesamtbild.
 
Am Ende ist für mich aber vor allem entscheidend, welches Gefühl eine Marke bei Menschen hinterlässt. Was verbinden sie mit Anna Morphs, wenn sie an euch denken? Welche Haltung, welche Werte, welche Vorstellung entsteht in ihrem Kopf? Genau dort entsteht für mich eine starke Marke.

Klare Typografie, eine prägnante Farbkennung und ein sich permanent wandelndes Signet prägen den visuellen Auftritt von Anna Morphs. Die bewusste Reduktion schafft Klarheit – und gibt den Projekten den Raum, für sich selbst zu wirken.

Identität sichtbar machen – im Gespräch mit Michael Frick über die Marke Anna Morphs

Uns war aber immer wichtig, dass unsere Marke nicht nur gut aussieht. Du hast sehr früh darauf geachtet, wie wir digital gefunden und verstanden werden. Was gehört für dich heute zu einer zukunftsfähigen Marke?

Michael Frick: Eine starke visuelle Identität ist für mich weiterhin unabdingbar, um sichtbar und wiedererkennbar zu werden. Aber sie allein reicht heute nicht mehr aus.
 
Wir müssen auch verstehen, wie Sichtbarkeit heute entsteht und welche technischen Mechanismen dahinterstehen. Wie finden Menschen eine Marke? Wie verstehen Google und zunehmend auch KI-Systeme, wofür ein Unternehmen steht? Und welche Inhalte helfen dabei, die eigene Kompetenz sichtbar zu machen?
 
Deshalb denken wir Marke, Inhalte und die Technik dahinter heute sehr viel stärker zusammen. Bei Anna Morphs bedeutet das für mich, nicht nur einen starken Auftritt zu schaffen, sondern auch dafür zu sorgen, dass das, was euch ausmacht, digital gefunden und verstanden werden kann. Das gehört für mich heute ganz selbstverständlich zu guter Markenführung.

»Für mich wird Zitierbarkeit zu einer neuen Währung.«

Mit unserer Website, dem Journal, unseren Projekten, lokalen Seiten und der inhaltlichen Verknüpfung beschäftigen wir uns heute intensiv mit Google, SEO und zunehmend auch mit KI-Suche. Wie verändert diese Entwicklung deine Arbeit an einer Marke?

 
Michael Frick: Sie verändert sie deutlich. Lange ging es vor allem darum, wie wir Menschen erreichen und wie eine Marke von ihnen wahrgenommen wird. Heute kommt eine weitere Ebene hinzu: Neben Suchmaschinen müssen zunehmend auch KI-Systeme verstehen können, wofür ein Unternehmen steht und wo seine Kompetenz liegt.
 
Damit verändert sich auch die Art, wie wir Inhalte entwickeln. Für mich wird Zitierbarkeit zu einer neuen Währung. Es reicht immer weniger, die eigene Kompetenz einfach zu behaupten. Man muss sie zeigen – durch eigenes Wissen, Erfahrungen, eine klare Haltung und konkrete Projekte.
 
Genau das versuchen wir bei Anna Morphs. Wir produzieren nicht einfach möglichst viele Inhalte, sondern erzählen gezielt von eurer Arbeit und euren Erfahrungen. Das Journal, die Projekte, deine persönliche Perspektive und die unterschiedlichen Leistungen ergeben zusammen ein immer klareres Bild davon, wofür Anna Morphs steht.
 
Am Ende geht es für mich darum, relevant und glaubwürdig zu sein – für die Menschen, die nach einer passenden Lösung suchen, genauso wie für Google oder eine KI, die ihnen dabei hilft.
Identität sichtbar machen – im Gespräch mit Michael Frick über die Marke Anna Morphs

Michael Frick
Creative Director und Gründer Studio Pona

Du kennst Anna Morphs inzwischen sehr gut und begleitest unsere Entwicklung seit vielen Jahren. Wenn du die Marke heute von außen betrachtest: Was macht Anna Morphs für dich aus?

 
Michael Frick: Was Anna Morphs für mich besonders macht, ist die Art, wie du und dein Team Räume betrachtet. Es geht nicht zuerst um Möbel, Materialien oder eine bestimmte Ästhetik. Ausgangspunkt ist immer das Unternehmen und die Frage, was ein Raum für die Menschen leisten soll, die darin arbeiten. Das hat sehr viel mit Unternehmenskultur, Identität und Wahrnehmung zu tun. Räume können Werte sichtbar machen, Kommunikation verändern, Zugehörigkeit schaffen und eine Marke nach innen und außen erlebbar machen.
 
Ich kenne dich und Anna Morphs inzwischen seit vielen Jahren und habe diese Haltung immer als sehr konsequent erlebt. Ihr gestaltet nicht einfach Räume, sondern setzt euch intensiv mit den Unternehmen und den Menschen dahinter auseinander. Ihr hört zu, hinterfragt und versucht zu verstehen, was einen Ort wirklich ausmachen soll. Genau das ist Anna Morphs für mich: Innenarchitektur, die aus der Identität eines Unternehmens heraus entsteht – und diese im Raum sichtbar und erlebbar macht.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Michael.

Mehr über Michael Frick, Studio Pona und seine Arbeit rund um Marke, Gestaltung und Kommunikation erfahren Sie auf studiopona.de.

Häufige Fragen zu Anna Morphs, Marke und Identität

Anna Morphs und Studio Pona verbindet ein ähnliches Verständnis von Identität: Bevor gestaltet wird, geht es darum zu verstehen, was ein Unternehmen ausmacht. Während Anna Morphs diese Identität in Räume übersetzt, entwickelt Studio Pona daraus Marken, Kommunikation und Sichtbarkeit. Die folgenden Fragen zeigen, wo sich beide Disziplinen begegnen.

Beide beginnen mit ähnlichen Fragen: Wer ist ein Unternehmen? Wofür steht es? Welche Werte und welche Kultur prägen es? Studio Pona übersetzt diese Identität in Marke, Gestaltung und Kommunikation. Anna Morphs macht sie im Raum sichtbar und erlebbar. So können Markenauftritt und räumliche Identität aus demselben Kern heraus entstehen.

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Anna Morphs und Studio Pona verstehen Gestaltung nicht als Ausgangspunkt, sondern als Ergebnis eines intensiven Prozesses. Am Anfang stehen Zuhören, Analyse und die Auseinandersetzung mit Identität und Haltung. Erst daraus entstehen Räume, Markenbilder, Sprache und Kommunikation, die individuell zu einem Unternehmen passen.

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Eine Marke zeigt sich nicht nur im Logo, auf einer Website oder in der Kommunikation. Auch Räume vermitteln Haltung, Werte und Identität. Corporate Interior kann deshalb eine Marke physisch erlebbar machen – für Mitarbeitende ebenso wie für Kunden, Partner oder Bewerber. Für Anna Morphs ist die Auseinandersetzung mit der Unternehmensidentität deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Planung.

Mehr über unsere Innenarchitektur für Unternehmen erfahren
Die Zusammenarbeit begann mit der Auseinandersetzung mit dem Markenkern von Anna Morphs: der eigenen Haltung, den Werten, der Arbeitsweise und der besonderen Perspektive auf Menschen und Räume. Studio Pona hat diese Identität gemeinsam mit Anna Morphs geschärft und in Branddesign, Sprache und Kommunikation übersetzt. Die Marke wird seitdem kontinuierlich gemeinsam weiterentwickelt.

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Menschen erleben Unternehmen über viele Berührungspunkte. Kommunikation und visuelle Identität prägen ein Bild der Marke, Räume machen dieses Bild unmittelbar erfahrbar. Wenn beide aus derselben Haltung entwickelt werden, entsteht ein konsistentes Markenerlebnis. Genau an dieser Schnittstelle treffen sich die Markenarbeit von Studio Pona und die Innenarchitektur von Anna Morphs.

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Eine Marke ist kein abgeschlossenes Projekt. Unternehmen, Kommunikation und die Art, wie Menschen Informationen suchen und wahrnehmen, verändern sich. Deshalb wird auch Anna Morphs kontinuierlich weiterentwickelt – vom Branddesign über Website und Journal bis zur digitalen Sichtbarkeit in Suchmaschinen und KI-Systemen. Der Markenkern bleibt dabei die Konstante, während sich seine Ausdrucksformen weiterentwickeln.

Weitere Einblicke und Perspektiven im Anna Morphs Journal
 

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