
In der MINI Firmenzentrale in München haben wir an einem Ort gearbeitet, der im klassischen Interiordesign oft übersehen wird: ein Durchgangsbereich direkt am Haupteingang. Ein Raum mit hoher Frequenz, genutzt von Mitarbeitenden und Besuchern – aber ohne bewusste Wahrnehmung.
Die Ausgangssituation war funktional, aber gestalterisch neutral: ein Verkehrsraum ohne Identität, ohne Markenbezug, ohne Aktivierung. Genau darin lag das Potenzial – und die Herausforderung für ein Interiordesign, das mehr leisten will als reine Gestaltung.

Unser Ziel war es, diesen Raum nicht nur zu gestalten, sondern ihn durch gezielte Interiordesign-Maßnahmen zu aktivieren. Gemeinsam mit MINI und der Agentur Damego entwickelten wir ein Konzept, das auf anamorphe Installationen setzt – also auf visuelle Interventionen, die sich erst aus einem bestimmten Blickwinkel erschließen.
So sollte aus einem funktionalen Durchgangsraum in München ein Markenerlebnis entstehen: unmittelbar, intuitiv und ohne erklärende Elemente. Ein Raum, der Dynamik, Bewegung und Perspektivwechsel – zentrale Werte der Marke MINI – räumlich erlebbar macht.

Der zentrale Hebel unseres Interiordesign-Konzepts waren zwei aufeinander aufbauende anamorphe Installationen. Diese Anamorphosen transformieren den Raum nicht physisch, sondern visuell: Die Motive erscheinen nur aus einem definierten Blickpunkt vollständig und lösen sich beim Weitergehen wieder auf.
Durch dieses Prinzip wird die Bewegung der Nutzerinnen Teil des Gestaltungskonzepts. Der Raum reagiert auf Perspektive, erzeugt Irritation und lenkt die Aufmerksamkeit bewusst.
So entsteht ein Erlebnis, das sich in den Alltag integriert – subtil, aber wirkungsvoll. Ein Interiordesign-Ansatz, der nicht auf statische Gestaltung setzt, sondern auf Wahrnehmung und Interaktion.

Heute ist der Durchgangsraum bei MINI in München ein Beispiel dafür, wie Interiordesign über Funktion hinaus wirken kann.
Die anamorphosen Installationen aktivieren den Raum jeden Tag aufs Neue. Mitarbeitende erleben ihn im Vorbeigehen, Besucherinnen werden direkt beim Eintreten mit der Marke konfrontiert.
Aus einem neutralen Verkehrsraum ist ein Erlebnisraum geworden – einer, der zeigt, wie gezielte Interiordesign-Eingriffe und anamorphe Installationen Wahrnehmung verändern und Markenidentität im Raum erlebbar machen können.
Unsere Mini-Projekte mit allen Details finden Sie hier:
Projekt 1 & Projekt 2
Wie wird aus einem funktionalen Durchgangsraum ein Markenerlebnis? Welche Rolle spielen Perspektive, Bewegung und Architektur – und was lässt sich aus dem MINI-Projekt auf andere Unternehmensräume übertragen? Hier beantworten wir zentrale Fragen rund um anamorphe Installationen im Interiordesign.