Einblick: Wie aus einem Schulbau ein identitätsstiftender Raum wird


Es gibt einen Moment in unseren Projekten, der immer wieder entscheidend ist: der Übergang von Struktur zu Bedeutung. Ein Gebäude steht. Räume sind definiert. Funktionen sind geklärt. Und trotzdem ist noch nichts entschieden. Denn erst wenn Räume anfangen, etwas auszulösen – Orientierung, Sicherheit, Zugehörigkeit – entsteht Wirkung.

Genau an diesem Punkt setzt unsere Arbeit an.








Einblick: Wie aus einem Schulbau ein identitätsstiftender Raum wird

Unsere Innenarchitektur für die Maria Ward Schule in Nürnberg




Die Ausgangslage

Die Maria-Ward-Schule in Nürnberg vereint mehrere Schulformen unter einem gemeinsamen Dach – geprägt von einer starken Wertebasis aus Bildung, Haltung und Spiritualität. Der Neubau war architektonisch bereits klar definiert: eine durchdachte Struktur, ein funktionales Raumprogramm, hohe gestalterische Qualität. Was jedoch fehlte, war eine verbindende Ebene im Innenraum. Eine, die über Funktion hinausgeht. Eine, die Identität schafft.

Die zentrale Frage lautete für uns:
Wie wird aus einem funktionierenden Gebäude ein Ort, der Entwicklung wirklich unterstützt?

Einblick: Wie aus einem Schulbau ein identitätsstiftender Raum wird

Offene Begegnungsräume als Teil unseres Innenarchitektur-Konzepts

Warum es wirklich ging

Gemeinsam mit dem Bauherrn, der Erzdiözese Bamberg, haben wir ein Zielbild entwickelt, das über klassische Innenarchitektur hinausgeht. Es ging nicht um Gestaltung im Sinne von „schön machen“, sondern um eine klare Haltung im Raum: Räume sollten Sicherheit geben und gleichzeitig Freiheit ermöglichen. Orientierung bieten, ohne zu erklären. Gemeinschaft stärken und Individualität zulassen.

Die Leitidee „Wie außen, so innen“ wurde dabei zum inhaltlichen Anker. Architektur und Innenarchitektur sollten als Einheit wirken – und die Werte der Schule in eine zeitgemäße räumliche Sprache übersetzen.

Im Kern stand ein Gedanke:
Ein Schulraum kann mehr sein als ein Ort zum Lernen. Er kann ein Raum sein, der Selbstwirksamkeit, Zugehörigkeit und Wachstum spürbar macht.

Einblick: Wie aus einem Schulbau ein identitätsstiftender Raum wird

Einblick: Wie aus einem Schulbau ein identitätsstiftender Raum wird

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Wie daraus ein Schulhaus mit Wirkung wurde

Unsere Lösung war kein einzelnes Gestaltungselement, sondern ein ganzheitliches System. Wir haben die Innenarchitektur als verbindende Ebene verstanden – als Weiterdenken der Architektur.

Ein zentrales Werkzeug war das Farbkonzept:
Jede Zone im Gebäude erhielt eine klare farbliche Identität. Nicht dekorativ, sondern funktional. Orientierung entsteht dadurch intuitiv – fast beiläufig. Gleichzeitig reagieren die Farben auf die unterschiedlichen Altersstufen der Schülerinnen und schaffen differenzierte Raumqualitäten.

Ergänzt wurde dieses System durch ein Leitsystem, das Teil der Architektur wird: Geschossziffern, grafische Elemente und anamorphe Raum-Installationen verbinden Bewegung mit Wahrnehmung. Orientierung wird nicht erklärt – sie wird erlebt.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Partizipation:
Schülerinnen wurden aktiv in den Gestaltungsprozess eingebunden und entwickelten eigene Entwürfe für die Anamorphosen. Dadurch entstand nicht nur Gestaltung, sondern Identifikation.

So wurde aus einem Neubau ein Raum, der von Anfang an als „eigener“ wahrgenommen wird.

Einblick: Wie aus einem Schulbau ein identitätsstiftender Raum wird

Silke Kahl
Innenarchitektin und Gründerin von Anna Morphs

Das Ergebnis

Heute ist die Schule mehr als ein funktionaler Lernort. Sie ist ein Raum, der Orientierung gibt, Gemeinschaft stärkt und individuelle Entwicklung ermöglicht. Ein Ort, der Haltung zeigt – und gleichzeitig Raum für eigene Wege lässt.

Oder anders gesagt:
Ein Gebäude, das nicht nur Bildung ermöglicht, sondern sie räumlich erlebbar macht.

Das gesamte Projekt mit allen Details finden Sie hier »

Häufig gestellte Fragen zu identitätsstiftender Innenarchitektur und Lernräumen

Wie können Räume Orientierung, Zugehörigkeit und Identifikation schaffen? Welche Rolle spielen Farben, Partizipation und die Menschen, die einen Ort täglich nutzen? Hier beantworten wir zentrale Fragen aus dem Projekt Maria-Ward-Schule – und zeigen, welche Gedanken sich auf andere Bildungs-, Unternehmens- und Markenräume übertragen lassen.

Identität entsteht nicht durch ein einzelnes Gestaltungselement. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Architektur, Farben, Orientierung, Atmosphäre und den Bedürfnissen der Menschen, die einen Ort täglich nutzen. Bei der Maria-Ward-Schule wurde die Innenarchitektur deshalb als verbindende Ebene entwickelt, die die Werte der Schule räumlich übersetzt und gleichzeitig unterschiedliche Formen von Lernen, Begegnung und Gemeinschaft unterstützt.

Das Projekt Maria-Ward-Schule entdecken
Farben können weit mehr als Atmosphäre schaffen. In der Maria-Ward-Schule erhielt jede Zone eine eigene farbliche Identität. Dadurch wird Orientierung intuitiv und unterschiedliche Bereiche erhalten einen eigenen Charakter. Ergänzt durch grafische Elemente und ein in die Architektur integriertes Leitsystem entsteht Orientierung nicht als nachträgliche Beschilderung, sondern als selbstverständlicher Teil des Raumes.
Wer einen Raum täglich nutzt, bringt eine Perspektive mit, die für die Planung wertvoll ist. Bei der Maria-Ward-Schule entwickelten Schülerinnen eigene Entwürfe für die Anamorphosen und wurden damit selbst Teil des Gestaltungsprozesses. So entstand nicht nur eine individuelle Gestaltung, sondern auch Identifikation mit dem neuen Schulhaus. Partizipation verstehen wir deshalb als Möglichkeit, aus gestalteten Räumen wirklich eigene Räume werden zu lassen.

Warum unsere Innenarchitektur-Projekte mit Zuhören beginnen
Anamorphosen verändern sich mit dem Blickwinkel und beziehen Menschen dadurch aktiv in die Wahrnehmung eines Raumes ein. In der Maria-Ward-Schule sind sie Teil des räumlichen Gesamtkonzepts und verbinden Bewegung, grafische Gestaltung und Orientierung. Gleichzeitig tragen die von den Schülerinnen mitentwickelten Motive dazu bei, dem Ort eine eigene Identität zu geben.

Mehr über Anamorphosen im Raum erfahren
Die grundlegenden Fragen sind erstaunlich ähnlich: Wie finden Menschen Orientierung? Wo entstehen Begegnung und Gemeinschaft? Wie kann ein Raum Identität vermitteln und gleichzeitig unterschiedliche Bedürfnisse zulassen? Auch bei Unternehmensräumen in München beginnt unsere Arbeit deshalb nicht mit einem bestimmten Stil, sondern mit den Menschen, der Kultur und der Funktion eines Ortes. Aus diesen Faktoren entwickeln wir individuelle räumliche Antworten.

Innenarchitektur für Unternehmen in München entdecken
Ob Schule, Institution oder Unternehmen: Räume können dazu beitragen, dass Menschen sich mit einem Ort identifizieren und seine Werte wahrnehmen. Gerade bei regional verwurzelten Unternehmen in Kempten und im Allgäu ist diese Verbindung besonders interessant. Innenarchitektur kann Herkunft und Unternehmenskultur aufgreifen, ohne sie plakativ abzubilden, und daraus eine zeitgemäße räumliche Identität entwickeln.

Mehr über Innenarchitektur in Kempten und im Allgäu erfahren
 

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