Flure neu gedacht: Wie Verkehrsflächen zu erlebbaren Räumen werden


Flure gehören zu den unscheinbarsten Bereichen der Innenarchitektur. Sie sind als reine Verkehrsflächen gedacht – funktional, effizient, oft ohne großen gestalterischen Anspruch. Man bewegt sich durch sie hindurch, ohne bewusst wahrzunehmen, wie sie wirken.

Gerade in der Corporate Innenarchitektur liegt hier jedoch ein enormes Potenzial. Denn jeder Raum, den Menschen durchqueren, beeinflusst ihre Wahrnehmung – ob bewusst oder unbewusst.








Flure neu gedacht: Wie Verkehrsflächen zu erlebbaren Räumen werden

Grafische Raumteilung durch die Anamorphose




Der Flur als Raum der Bewegung und Wahrnehmung

Dieses Projekt setzt genau an diesem Punkt an. Ausgangssituation war ein langer, funktionaler Durchgang ohne räumliche Qualität. Statt ihn lediglich optisch aufzuwerten, stand eine grundlegendere Frage im Fokus: Was passiert in diesem Raum eigentlich?

Die Antwort ist einfach – Bewegung, Übergang, Richtung.

Ein Flur ist kein statischer Raum. Er wird erlebt im Gehen. Und genau darauf reagiert die Gestaltung.


Anamorphose als Werkzeug der Innenarchitektur

Die Lösung: eine gezielte Anamorphose, umgesetzt als grafische, anamorphe Installation.

Durch die bewusst verzerrte Gestaltung entsteht ein visuelles Portal, das sich erst aus einer bestimmten Perspektive vollständig erschließt. Während der Bewegung verändert sich die Wahrnehmung: Linien verschieben sich, Flächen verdichten sich – bis sich die Form zu einem klaren Tor zusammenfügt.

Diese Art der Gestaltung nutzt ein zentrales Prinzip moderner Innenarchitektur: Räume müssen nicht physisch verändert werden, um eine starke Wirkung zu entfalten. Wahrnehmung lässt sich gezielt inszenieren.

Visuelle Struktur statt baulicher Eingriff

Ein entscheidender Vorteil der anamorph gestalteten Intervention liegt in ihrer Leichtigkeit. Der Raum bleibt offen, wird nicht unterteilt und verliert nichts von seiner Funktionalität.

Gleichzeitig entsteht eine klare Struktur:
Die anamorphe Installation gibt Orientierung, erzeugt Tiefe und lenkt den Blick – ganz ohne bauliche Maßnahmen.

Gerade in der Corporate Innenarchitektur eröffnet dieser Ansatz neue Möglichkeiten. Verkehrsflächen werden zu gestalteten Erlebnisräumen, die Markenidentität transportieren und räumliche Qualität schaffen.

Flure neu gedacht: Wie Verkehrsflächen zu erlebbaren Räumen werden

Flexibilität und Funktion im privaten Raum

Auch im privaten Kontext zeigt sich die Stärke der Anamorphose. Die Umsetzung erfolgt über hochwertige Folienlösungen, die reversibel sind und sich bei Bedarf rückstandslos entfernen lassen. Das macht diese Form der Gestaltung besonders flexibel. Räume können sich verändern, ohne dass Eingriffe in die Bausubstanz notwendig sind.

Die Anamorphose wird so nicht nur zu einem ästhetischen Element, sondern zu einem funktionalen Werkzeug der Innenarchitektur.

 


Wenn aus Durchgängen Erlebnisse werden

Dieses Projekt zeigt, wie sich selbst scheinbar banale Räume transformieren lassen. Ein Flur bleibt ein Flur – und wird doch zu mehr.

Nicht durch Lautstärke oder Inszenierung, sondern durch Präzision.

Nicht durch zusätzliche Elemente, sondern durch gezielte Wahrnehmungslenkung.

So entsteht aus einer reinen Verkehrsfläche ein visuelles Erlebnis.

Flure neu gedacht: Wie Verkehrsflächen zu erlebbaren Räumen werden

Innenarchitektur beginnt dort, wo wir genauer hinsehen

Die Qualität eines Raumes zeigt sich nicht nur in den Bereichen, in denen wir verweilen. Oft sind es gerade die Übergänge, die darüber entscheiden, wie wir Architektur wahrnehmen.

Die anamorphe Installation macht genau das sichtbar. Sie verändert nicht den Raum – sondern die Art, wie wir ihn sehen.

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Häufig gestellte Fragen zu Fluren, Anamorphosen und räumlicher Wirkung

Flure sind weit mehr als reine Verkehrsflächen. Wie lassen sie sich ohne große bauliche Eingriffe verändern? Welche Rolle spielen Bewegung, Perspektive und Markenidentität – und wo kann eine Anamorphose besonders wirksam werden? Hier beantworten wir zentrale Fragen zur Gestaltung von Übergangs- und Durchgangsräumen.

Flure werden täglich genutzt und prägen unsere Wahrnehmung eines Gebäudes, obwohl wir uns meist nur kurz in ihnen aufhalten. Gerade diese Bewegung macht sie gestalterisch interessant. Statt Verkehrsflächen lediglich als Verbindung zwischen zwei Räumen zu betrachten, können sie Orientierung geben, Identität vermitteln und selbst zu einem räumlichen Erlebnis werden.
Eine Anamorphose lebt von Perspektive und Bewegung – und beides ist in einem Flur bereits vorhanden. Beim Gehen verändert sich der Blick auf Wände, Boden und andere Flächen kontinuierlich. Einzelne grafische Elemente können sich dadurch aus einem bestimmten Standpunkt zu einem vollständigen Motiv verbinden und beim Weitergehen wieder auflösen. Die Architektur selbst wird zum Bestandteil der Wahrnehmung.

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Nicht zwangsläufig. Gerade anamorphe Interventionen können eine starke räumliche Veränderung erzeugen, ohne die vorhandene Architektur grundlegend umzubauen. Je nach Projekt lassen sich Wände, Böden oder andere bestehende Flächen gezielt in die Gestaltung einbeziehen. Auch reversible Folienlösungen sind möglich. Das ist besonders interessant, wenn bestehende Räume weiterentwickelt werden sollen, ohne unnötig in die Bausubstanz einzugreifen.

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Auch ein Flur kann etwas über ein Unternehmen erzählen. Farben, Formen, Perspektiven oder eine anamorphe Installation können Markenwerte aufgreifen und räumlich übersetzen. Entscheidend ist, die Gestaltung nicht nachträglich auf den Raum aufzusetzen, sondern aus der Identität des Unternehmens und der vorhandenen Architektur heraus zu entwickeln. Wie unterschiedlich das funktionieren kann, zeigen beispielsweise die Projekte für MINI und ProSiebenSat.1.
Gerade Flure, Übergänge, Foyers und andere Bewegungsräume bieten in Unternehmensgebäuden interessante Möglichkeiten für anamorphe Gestaltung. Unsere Projekte in München und der Region zeigen, wie aus solchen Flächen individuelle räumliche Interventionen entstehen können, die Orientierung, Markenidentität und Wahrnehmung miteinander verbinden. Dabei wird jede Anamorphose aus dem konkreten Ort und seiner Nutzung heraus entwickelt.

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Auch im Allgäu gibt es in Unternehmens- und Bestandsgebäuden viele Räume, deren gestalterisches Potenzial zunächst unscheinbar wirkt. Von unserem Standort in Kempten aus betrachten wir deshalb nicht nur repräsentative Bereiche, sondern auch Übergänge, Flure und vorhandene Strukturen. Eine Anamorphose kann daraus einen eigenständigen räumlichen Moment entwickeln, ohne dass der Charakter oder die Funktion des bestehenden Gebäudes verloren gehen muss.

Mehr über Anamorphose im Allgäu und unsere Arbeit aus Kempten erfahren
 

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